Offizieller Fanclub

Schalke 04 e.V.

Im Sportbuzzer -Interview vorm Spiel in Leipzig

Jan Bernhardt (31) von Fanclub „Schalker Kumpel Schkeuditz“ ist seit den 90er Jahren glühender Anhänger der Königsblauen. Im SPORTBUZZER-Interview spricht der 31-Jährige über die aktuelle Mini-Krise des Bundesliga-Sechsten, die schönste Auswärtsfahrt und den jüngsten S04-Fan in der Familie.

 

Warum sind Sie Schalke-Fan geworden und wann entstand die Idee, einen Fanclub zu gründen?

Das muss etwa 1996 gewesen, da habe ich einen Ball von S04 geschenkt bekommen. Somit war es geschehen. Die Idee einen Fanclub zu gründen war schon vor 2011 lange Thema. Die endgültige Entscheidung dazu ist in Manchester 2011 gefallen. Unsere Knappen spielten im Halbfinale der Champions League, wo wir am Ende leider mit 1:4 verloren. Das Spiel fand übrigens am 4. Mai statt, dem Gründungstag des Vereins.

 

Wie sehen die Fanclubaktivitäten aus?

Wir sind sehr aktiv, haben einige Vielfahrer sowie Allesfahrer in den Reihen. Ein Pluspunkt bei uns ist sicherlich auch, dass wir alle gut befreundet sind. Dabei spielt das Alter keine Rolle. Neben unseren regelmäßigen Versammlungen gehören gemeinsame Freizeitaktivitäten oder die jährliche Abschlussfahrt einfach dazu. Wir sind insgesamt 21 Mitglieder. Die Jüngste ist meine Tochter mit vier Monaten, die selbstverständlich seit ihrer Geburt auch Mitglied auf Schalke ist.

 

Wie seid ihr als „Ossis“ von den Schalke-Fans aufgenommen worden?

Hier kann man mit Sicherheit unseren Treffpunkt an den Spieltagen nennen. Der „BoschBus“ ist für jeden Schalker ein Begriff. Hier haben Teile unserer Mitglieder bereits seit den 90ziger Jahren Freundschaften gepflegt. Leider ist Rudi, der Gründer vom Bosch, bereits 2016 gestorben. Sein Motto war: Ein Leben lang unterwegs für den S04. Noch heute ist das bei uns eine beliebte Anlaufstelle bei Auswärtsspielen.

 

Hat jemand von euch ein S04-Tattoo? Oder ein Kind oder Haustier nach einem Schalke-Spieler benannt?

Von unseren Mitgliedern haben 80 Prozent in irgendeiner Art Schalke auf dem Körper verewigt. Ich natürlich auch: Auf meiner Brust steht „Schalke 04 e. V. GESTERN, HEUTE, FÜR IMMER!“

 

Was war für Sie persönlich das tollste Erlebnis im Stadion?

Eine doch etwas sehr schwierige Frage, irgendein Spiel rauszupicken. Jeder, der beim Uefa-Pokalfinale in Mailand 1997 dabei war, bekommt jedesmal bereits bei dem Gedanken daran Gänsehaut. Ich persönlich würde hier unsere internationale Fahrt nach Lemberg nennen, die hatte das gewisse Etwas. Besonders in der Europa League bekommt man Städte zugelost, bei denen man sonst nicht unbedingt an das nächste Urlaubziel denkt. Hätten Sie Lemberg ausgewählt? Wahrscheinlich nicht. Umso schöner ist es, solche Orte durch den Fussball zu entdecken. Dort gibt es eine wunderschöne Altstadt, dort war man für wenig Geld der König in den Gaststätten. Gastfreundlichkeit wurde groß geschrieben.

 

Schalke ist aktuell Bundesliga-Sechster. Zufrieden mit der aktuellen Saison?

Nach der sehr enttäuschenden letzten Saison kann man bislang nicht wirklich meckern. Das Team um Trainer David Wagner hat die Mannschaft wieder zu einer Einheit geformt. Das merkt man ganz deutlich auf dem Platz. Die Freude am Fußball ist wieder da. Das fehlte die letzte Saison.

 

In der Liga gelang dennoch nur ein Sieg in den letzten sieben Spielen. Wo liegen die Ursachen?

Die Verletzenmisere wäre eine fatale Ausrede. Ich glaube in unserer Mannschaft fehlt ein richtiger Stürmer, der auch mal mehr als fünf Tore erzielt pro Saison. Vor allem gegen Mannschaften wie Paderborn und auch Mainz hat das Team in keinster Weise seine Leistung abgerufen. Das sind solche Spiele, wo drei Punkte eingeplant waren. Hoffen wir, dass diese uns nicht am Ende für den internationalen Platz fehlen.

 

Wie bewerten Sie die Spielidee von David Wagner? Was macht er als Trainer gut und wo muss er noch lernen?

David Wagner hat in England Geschichte geschrieben, ist mit einem Underdog in die Premier League aufgestiegen. Das kann nicht jeder Trainer behaupten. Ich persönlich war von der Verpflichtung angetan. Einen ehemaligen Spieler ins Boot zu holen, macht aus meiner Sicht Sinn. Seine laufintensive und kämpferische Spielweise kommt hier gut an. Dass man nach einem halben Jahr nicht einen kompletten Fußballstil ändern kann, ist auch klar. Unter Domenico Tedesco war eher der defensive Fußball angesagt. Aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg, endlich langfristig gut aufgestellt zu sein auf der Trainerposition.

 

Wer ist der Schalker Spieler der Saison bislang?

Hier würde ich ganz klar Armine Harit hervorheben. Jeder weiß, dass er letzte Saison auch mit zum Verantwortlichen gemacht wurde, als es nicht lief. Im Sommer war er praktisch schon verkauft. Aber er hat das Vertrauen vom Trainer erhalten und auch deutlich gemacht, dass er Verantwortung übernehmen kann. Sieben Tore und sieben Vorlagen in 24 Spielen sprechen für sich.

 

Wer ist die größte Entäuschung?

Ganz klar Alex Nübel. Er ist mit 23 Jahren als Nummer eins und Kapitän in die Saison gegangen und hat den Verein dann so lange an der Nase herum geführt. Vertrag verlängern? Ja, nein, das Vielleicht-Prinzip. Hier hätten womöglich auch die Schalker Verantwortlichen anders reagieren müssen.

Über Uns


Fanclub des FC Schalke 04 e.V.

Registriert im SFCV: 1114 Bezirk 14

Name: "Schalker Kumpel Schkeuditz"

Gründungsjahr:  04.08.2011

Mitglieder: 21

Social Media

Kontakt

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.